Biogrillkohle

 
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Der Gesamtbedarf an Grillkohle in Europa beträgt 800.000 t. In Deutschland sind es 250.000 t. Davon werden lediglich 40.000 t ökologisch nachhaltig und in hoher Qualität von proFagus hergestellt. Der Großteil der anderen 210.000 t kommt über die Kohledrehscheibe Polen aus den Urwäldern Südamerikas, Afrikas und Osteuropas. Dort werden ganze Wälder gerodet, die ein wichtiger CO2-Speicher und Klimapuffer sind. Vorort werden aus 10 t Urwaldriesen ineffizient 1 t Kohle erzeugt. Die Arbeiter in den Meilern sind oftmals Kinder und Jugendliche, deren Lebenserwartung bei 40 Jahren liegt. Darüber hinaus verursachen lange Transportwege und die mafiösen Strukturen große Umwelt- und Wirtschaftsschäden. Zudem liegen die Kohlenstoffgehalte bei nur 60-70%, was eine niedrige Energiedichte und damit schlechtes Grillverhalten und viel Asche bedeutet. 2018 analysierten der WWF und die Stiftung Warentest 22 verschiedene Grillkohlen von Tankstellen und Supermärkten. Davon waren nur 2 frei von Tropenhölzern, darunter die von proFagus, an die wir zukünftig unsere Biogrillkohle liefern. In der ARD dokumentiert ein erschütternder Bericht den Raubbau an natur und Mensch https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/das-schmutzige-geschaeft-mit-der-grillkohle-100.html

Unsere qualitativ hochwertigen Biogrillkohlen mit über 80% Kohlenstoffgehalt erzeugen wir ausschließlich aus den Resten von Sägewerken oder der Forstwirtschaft. Hartholz verwenden wir 1:1, Weichholz wird zu Briketts komprimiert, was deren Energiedichte erhöht und zu einem ebenfalls sehr guten Grillverhalten führt.

 
 

 

Biofutterkohle

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Wenn beim Menschen der Magen rebelliert, geht es ihm schlecht. Dann hilft meistens eine Kohletablette und alles ist gut. Sie saugt Flüssigkeit und damit pathogene Bakterien auf und wird später unverdaut ausgeschieden.

Der gleiche Effekt stellt sich bei Rindern, Schweinen und Geflügel ein. Denn diese bekommen meist Futter, dass sie von Natur aus nicht fressen würden. Mit unserer Biofutterkohle verbessert sich die Darmflora deutlich. Die Tiere sind vitaler, der Einsatz von Antibiotika ist geringer, es entsteht weniger vom Klimakiller Methan. Die Tiere nehmen Gewicht zu, Erkrankungen und Sterblichkeit gehen zurück. Die Biofutterkohle nimmt die Jauche und damit für Pflanzen verwertbare Nährstoffe auf. Die festen und die flüssigen Bestandteile des Kots sind wie auf der Weide stärker getrennt, was zu weniger Faulgasen, Gestank und Fliegendruck führt.

Die Inkas haben schon vor 600 Jahren im Amazonasgebiet eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Terra Preta (schwarze Erde). Denn wird diese mit Biokohlenstoff angereicherte Gülle nun auf das Feld ausgebracht, treten weitere ökologisch und ökonomisch nachhaltige Wirkungen ein. Die Biokohle ist ein Langzeitsprecher von Nährstoffen. Die Pflanzen werden wiederstandfähiger und benötigen weniger Herbizide, Pestizide, Insektizide und Fungizide. Zudem sind Kunstdünger nicht mehr erforderlich. Dies alles reduziert die Aufwendungen für chemische Produkte und somit auch die Emissionen von CO2. Selbst die Bodenbearbeitung ist weniger häufiger und radikal. Durch ihre hohe Oberfläche bindet die Biofutterkohle zudem bis zum 3,5fachen ihres eigenen Volumens an Wasser. Diese positive Puffer-Funktion ist bei Trockenheit und Überschwemmung von Bedeutung. Ein weiterer Nebeneffekt ist der geringere Nitrateintrag ins Grundwasser und damit auch die sinkenden Kosten für die Trinkwasseraufbereitung.

Und zu guter Letzt ist im Boden über viele tausende von Jahren CO2 im Boden gebunden.

 
 

 

 Aktivkohle

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Aktivkohlen kennt man aus den Wasserfiltern, Klimaanlagen und Entschwefelungsanlagen der Industrie. Die erforderlichen Mengen wurden bislang aus meistens China bezogen. Aufgrund der dortigen aktuellen Entwicklung hin zu mehr Umweltschutz, benötigt das Land die Aktivkohlen selber. Daher ist der Bedarf in Europa enorm gestiegen.

Wir liefern den Rohstoff für die Herstellung von Aktivkohlen. In einem innovativen Verfahren können wir diese attraktiven Märkte mit Aktivkohlen versorgen, die direkt aus Problemstoffen wie Spanplatten und MDF-Platten erzeugt werden.

 
 

 

Innovationen

 

Über diese etablierten Märkte hinaus, existieren viele Einsatzgebiete für ökologisch und ökonomisch tiefgreifend nachhaltigen Anwendungen von Biokohlenstoffen. Ziel ist es dabei, erdöl- und chemiebasierte Produkte zu ersetzen, da diese einen schlechten Carbon Footprint aufweisen. Dazu entwickeln wir gemeinsam mit nationalen und internationalen F&E-Institutionen und Universitäten u. a.

  • Biokohlenstoffe für Biogasanlagen zur Erhöhung des Methangehalts

  • Biokoks aus Altholz für die Metallurgie und Hochöfen als Ersatz von Stein- und Braunkohlekoks

  • Karbonschaum als Dämm- und Isolationsmaterial sowie für den Leichtbau

  • Biokohlenstoffe für Bauwesen und Architektur

  • Kompakte Biokohlenstoffe für den Formenbau und 3D-Druck

 
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