Wie lässt sich CO2 sofort wirksam, ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv der Atmosphäre entziehen? Ganz einfach: Mit dem carbonauten System.

Das renommierte Berliner “Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change” veröffentlicht am 22.05.2018 eine Zusammenfassung mehrerer Studien, wie das globale 1,5 Grad-Ziel erreicht werden kann.

“Eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad wird die Welt immer stärker von Technologien abhängig machen, die der Atmosphäre wieder CO2 entziehen. Doch Technologieentwicklung und -ausbau sowie der Start von Pilotprojekten hängen im Vergleich zu dem Bedarf aus den Klimaschutzszenarien erheblich zurück.”

Der Entzug von atmosphärischen CO2 über die Herstellung von Biokohlenstoffe und deren Einlagerung in Böden, ist einer von sechs Vorschlägen der Forschenden. Neben der Aufforstung, die langfristig wirkt, sind Biokohlenstoffe Stand heute die einzige sofort technisch verfügbare und wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen. Alle anderen Technologien sind derzeit nicht erprobt, zu riskant oder zu teuer.

https://www.mcc-berlin.net/media/meldungen/meldungen-detail/article/co2-entzug-aus-atmosphaere-fuer-15-grad-ziel-unvermeidbar.html

Zum gleichen Ergebnis kommt der Weltklimarat IPCC. In seinem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel stellt er fest, dass zur Umsetzung der Zielvorgabe des Pariser Abkommens herkömmliche Klimaschutzmaßnahmen nicht ausreichen. Zusätzlich zur generellen Vermeidung von Treibhausgasen, muss mit technologischen Eingriffen der Klimawandel abgemildert werden. Dabei wird Biokohle als die Methode mit den geringsten Nachteilen beschrieben. Das einzige Problem sei, wie die Biokohle in großen Mengen hergestellt werden kann.

https://www.n-tv.de/wissen/Diese-Eingriffe-koennten-das-Klima-retten-article20660053.html

Das carbonauten System ist eine exzellente Lösung:

  • Existierende und bewährte technische Umsetzung

  • Dezentrale Standorte überall dort, wo Biomassereste anfallen

  • Hervorragend geeignet für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern

  • Lokale Nutzung der Biokohlenstoffe

  • Spezifizierte Biokohlenstoffe für verschiedene Märkte

  • Nebenprodukt 24/7 überschüssige Energie

Überragender Carbon Footprint

Das carbonauten System sorgt aber nicht nur für den direkten Entzug und die dauerhafte Fixierung von atmosphärischen CO2. Dadurch, dass die Produkte erdölbasierte Produkte überflüssig machen oder ersetzen, wird im übergeordneten Lifecycle die Entstehung von CO2 vermieden. Erdölprodukte brauchen energieaufwendige Erschließung, Förderung, Transport, Verarbeitung, Verteilung, Verwendung und Entsorgung.

Zudem verfügen unsere Produkte oftmals über bessere Funktionen und Wirkungen. Und zu guter Letzt erzeugen wir bei deren Herstellung als Nebenprodukt jede Menge überschüssige Energie.

Biomasse als C02-Speicher nutzen, statt sie zu verfeuern

In den USA, Skandinavien und inzwischen auch in Deutschland gehen Kraftwerksbetreiber zunehmend dazu über, statt Kohle direkt Biomasse zu verbrennen – etwa Holzpellets oder Abfälle aus Land- und Forstwirtschaft. Im Gegensatz zur Kohle gilt Biomasse als CO2-neutral, weil nur das Klimagas beim Verbrennen freigesetzt wird, das die Pflanzen während ihres Wachstums auch aufgenommen hat.

Eine neue Studie der britischen Open University zeigt nun allerdings, dass das direkte Verbrennen von Biomasse nicht immer die klimafreundlichste Variante ist. Erhitzt man das Material mit Hilfe der thermischen Zersetzung, ergibt sich eine bessere Umweltbilanz. Bei der so genannten Pyrolyse, die unter weitgehendem Sauerstoffabschluss erfolgt, werden Methan, Wasserstoff und andere Nebenprodukte aus der Biomasse freigesetzt, die sich für eine Energieerzeugung eignen. Die zusätzlich entstehende Holzkohle ließe sich schlicht vergraben.

Malcolm Fowles, Professor für Technologiemanagement an der Open University, der die Studie geschrieben hat, erklärt: "Wenn man eine Tonne Holzpellets verbrennt, spart man gegenüber der Verheizung von Kohle gut 357 Kilogramm CO2 – bei gleichem Energiegehalt. Macht man nun aber aus den Holzpellets Holzkohle, spart das bis zu 372 Kilogramm". 300 Kilogramm landen dabei als Holzkohle in der Erde, während 72 Kilogramm durch das Verbrennen nur der Nebenprodukte eingespart würden. Ein solcher Ansatz bietet außerdem noch einen Zusatznutzen: "Vergräbt man Holzkohle, verbessert man dadurch die Böden und beschleunigt das Wachstum von Bäumen und Feldfrüchten, die dadurch später noch mehr CO2 absorbieren." Forscher glauben, dass Holzkohle als poröser und inaktiver Stoff den Böden dabei hilft, Wasser und Nährstoffe zurückzuhalten. Auch Mikroorganismen, die die Fruchtbarkeit des Bodens sicherstellen, werden befördert.

Johannes Lehmann, Juniorprofessor für Pflanzen- und Bodenwissenschaften an der Cornell University und Experte in Sachen Holzkohle schätzt, dass bis zu 9,5 Milliarden Tonnen CO2 über den Umweg der Holzkohle eingespart werden könnten, mehr als derzeit durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe weltweit entstehen: "Bioenergie durch Pyrolyse in Kombination mit der Sequestrierung ist eine Technologie, die uns Energie verschaffen könnte und gleichzeitig der Umwelt auf mehreren Wegen nützt."

Fowles glaubt, dass Bauern, Holzfäller und kleinere Dörfer und Städte durchaus einen Anreiz hätten, ihre eigene Ernte samt Abfällen aus Landwirtschaft und Waldbau plus der üblichen Bioabfälle zu Holzkohle zu machen: "Die Motivation wäre der Kampf gegen die globale Erwärmung“.